Mein Weg in die Selbständigkeit

23. Mai 2020

Business

Dass ich einmal selbstständig sein möchte, wusste ich schon früh. Etwas kreatives, aber auch kaufmännisches sollte es sein, ein aufregender Mix in dem ich mich stetig neu erfinden kann. 

So begann ich meine Ausbildung zur Mediengestalterin und später zur Industriekauffrau und arbeitete bis zu meiner Selbstständigkeit im Vertrieb als Projektleiterin im Bereich „Packaging Automotiv“ im Inn- & Außendienst. 

Rückblickend betrachtet hätte ich meinen Weg nicht besser wählen können. Denn es vereint zwei wichtige Komponenten: das „Kreative“ und „Kaufmännische“. Perfekt für meine heutige Arbeit als Selbstständige Grafik-Designerin & Fotografin. 

Während meiner Ausbildung zur Mediengestalterin fing ich auch mit dem Fotografieren an, denn eins der gelehrten Fächer war Photoshop, was mich direkt begeisterte. Doch unser Lehrer gab uns damals zur Bearbeitung nur seine, in meinen Augen, “langweiligen und unschönen” Urlaubsfotos. Also mussten eigene her.

Mit dem Kauf der günstigsten Nikon Spiegelreflexkamera und einem anständigen Objektiv (damals eine Festbrennweite 85mm 1.8) war mein Ehrgeiz geweckt, da war Photoshop schon fast vergessen.

Ich wollte die Kamera verstehen, manuell fotografieren. Schaute tausende YouTube Videos, las die Bedienungsanleitung meiner Kamera und stöberte durch zahlreiche Fotoblogs im Internet.

Fotografierte zu Beginn Stillleben, vor allem Pflanzen, Blumen, Blätter und postete meine ersten Bilder auf Instagram und später auch auf Facebook.

Irgendwann begann ich Familie und Freude zu fragen, ob ich sie fotografieren darf, die entstandenen Bilder zeige ich auf den sozialen Medien.

Mit den ersten Linkes auf meine Bilder, kamen auch die ersten Anfragen und somit war mein Business geboren.

Ich gründete zum 01.01.2016 mein eigenes Business!

Wenn ich etwas will, dann hole ich es mir!
Die Vollzeit-Selbständigkeit war zum Greifen nahe!

Innerhalb von einem Jahr und 4 Monaten baute ich mir, neben meiner 40 Stunden Woche, mein komplettes Fotografie Business auf. Es gab viel zu tun. Webseite erstellen, Preise kalkulieren, Preislisten erstellen, Verträge aufsetzen, Finanzen, Steuern und vieles mehr.

“Bist du glücklich?”, war die Frage einer sehr guten Freundin.
“NEIN!” war meine Antwort! “Dann ändere etwas!”, sagte sie.

Zwei Flaschen Wein, lachen und weinen, mit der besten Freundin an meiner Seite und meine Kündigung war geschrieben. Eine Woche später stand ich mit zittriger Stimme und feuchten Händen vor meinem Chef. Ich kündige! Mit 26 Jahren habe meinen festen Job als Projektleitern im Vertrieb gekündigt und ihn eingetauscht in meine Selbständigkeit.

Mein voraussichtliches Einkommen im ersten Monat: 400,00€! Erspartes 5.000€ investiert im ersten Monat. Kontostand: 0,00€!

Bist du wahnsinnig? Nein – MUTIG!

Am 01.05.2017 habe ich mir selbst das größte Geschenk gemacht.
Ich habe mir das Gefühl der Freiheit geschenkt und eine dicke fette Portion Selbstvertrauen!

Für diesen Mut bin ich mir selbst jeden Tag dankbar!